Fuhrpark- und Mobilitätsbarometer 2026: Unternehmen setzen in Fuhrparks vermehrt auf Gebrauchtwagen und E-Fahrzeuge
- Flottenmanager rechnen mit stabilem oder wachsendem Flottenvolumen
- Stärkerer Fokus auf Gebrauchtwagen und längere Haltedauern
- Fehlende Ladelösungen noch immer größter Hemmschuh für E-Mobilität
Oberhaching, 24.03.2026 – Das Arval Mobility Observatory präsentiert in Deutschland die neue Ausgabe seines Fuhrpark- und Mobilitätsbarometers. Als jährlich weltweit durchgeführte Befragung gilt die Analyse als Branchenreferenz für Flotten- und Mobilitätstrends. Insgesamt wurden im Zeitraum von August bis November 2025 10.157 Entscheiderinnen und Entscheider aus 33 Ländern interviewt, 300 davon in Deutschland.
Die deutschen Unternehmen bleiben trotz globaler und wirtschaftlicher Unsicherheiten hinsichtlich der Entwicklung ihrer Fuhrparks weiterhin zuversichtlich. Laut dem aktuellen Fuhrpark- und Mobilitätsbarometer 2026 erwarten 92 % der befragten Unternehmen in den nächsten drei Jahren ein stabiles oder wachsendes Flottenvolumen, wobei 15 % von einem Wachstum ausgehen. Dieser Trend ist seit drei Jahren ungebrochen und deckt sich mit dem europäischen Durchschnitt.
Dabei bleibt Full-Service-Leasing weiterhin eine der beliebtesten Finanzierungsformen. Derzeit finanzieren 29 % der Unternehmen ihren Fuhrpark vorrangig mit dieser Methode. Weitere jeweils 31 % nutzen Finanzierungsleasing beziehungsweise Bar- oder Direktkauf. Bei PKW setzen Unternehmen stärker auf das Full-Service-Leasing (30 %) als bei den leichten Nutzfahrzeugen (27 %). Bei LNFs ist der Barkauf weiter verbreitet (33 %) als bei den PKW (28 %). Bei den Gebrauchtfahrzeugen (PKW und LNF) spielt Leasing eine zentrale Rolle: Insgesamt nutzen 61 % der Unternehmen Leasingmodelle – davon 29 % Full-Service Leasing und 32 % Finanzleasing.
Gebrauchtfahrzeuge werden immer beliebter – Chancen auch bei E-Autos
Bereits 46 % der befragten deutschen Unternehmen haben Gebrauchtfahrzeuge in ihren Fuhrpark integriert, weitere 39 % ziehen dies in den kommenden drei Jahren in Erwägung. Dieser Trend zeigt sich über alle Regionen und Unternehmensgrößen hinweg. Außerdem fällt auf: Unternehmen halten ihre Fahrzeuge länger. Statt wie bisher etwa 4,9 Jahre, halten Unternehmen ihre Fahrzeuge laut der neuesten Umfrage etwa ein halbes Jahr länger (5,5 Jahre).
Katharina Schmidt, Head of Consulting, Arval Mobility Observatory ordnet ein: „Die Angst vor dem Reichweitenverlust bei gebrauchten E-Autos ist unbegründet. Unsere Daten belegen: Die Batteriekapazität lag nach rund 70.000 Kilometern bei etwa 93 %. Gebrauchte E-Autos können damit eine Schlüsselrolle spielen, um die Transformation der Unternehmensflotten schneller und wirtschaftlicher voranzubringen.” Das Umweltbewusstsein nimmt aber nicht nur bei Flottenmanagern zu. Bereits 43 % der Unternehmen haben Dekarbonisierungsziele fest verankert oder befinden sich in der Prüfphase. Insbesondere mittlere und große Unternehmen treiben die nachhaltige Transformation auf diese Weise aktiv voran – ein positives Zeichen für Klima und Umwelt. Gleichzeitig ist der Anteil kleiner Unternehmen, die sich feste Dekarbonisierungsziele gesetzt haben oder diese gerade prüfen, im Vergleich zum Vorjahr von 49 % auf 39 % zurückgegangen. Wer sich Klimaziele gesetzt hat, setzt hierbei auch in besonderem Maße auf das Werkzeug der Mitarbeitermobilität: 61 % sehen darin einen maßgeblichen bis erheblichen Beitrag zur Erreichung ihrer Klimaziele.
Ladeinfrastruktur als wichtigster Hebel bei Elektromobilität
Alternative Antriebstechnologien gewinnen weiter an Bedeutung. 84 % der deutschen Unternehmen haben bereits mindestens eine alternative Antriebstechnologie implementiert oder planen dies innerhalb der nächsten drei Jahre. Bei 70 % der Unternehmen werden Autos mit einer elektrischen Antriebsform bereits aktiv genutzt. Damit hebt sich Deutschland deutlich vom europäischen Durchschnitt ab (57 %). Als Hauptgrund für die Elektrifizierung nennen Unternehmen die Übereinstimmung mit der CSR-Richtlinie (38 %), sehen sie aber auch als Chance zur Reduzierung der Umweltauswirkungen (38 %) und der Kraftstoffkosten (34 %). Ein Grund aber gewann besonders an Relevanz: Etwa 30 % der Befragten nannten die Ausweitung von Umweltzonen als Faktor (+8 %).
Trotz des positiven Trends gibt es für Unternehmen bei der Einführung von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEVs) noch Herausforderungen. 63 % der Unternehmen sehen fehlende Ladelösungen immer noch als größtes Hemmnis beim Umstieg auf Elektromobilität. Fehlende Ladepunkte beim Mitarbeitenden zu Hause (31 %) oder im Unternehmen (27 %) sowie hohe Anschaffungskosten (25 %) bremsen die Umstellung. Ein Thema, das an Bedeutung gewonnen hat, ist die Reichweite. Bei der letzten Befragung gaben nur 8 % an, dass eine geringe oder eingeschränkte Reichweite für sie ein Hemmnis darstellt, bei der aktuellen Umfrage waren es hingegen 18 %. Auf der anderen Seite ist ein großer Teil der Arbeitgeber bereit, Heim-Ladestationen bei ihren Mitarbeitern finanziell zu fördern (88 %).
Katharina Schmidt ergänzt: „Wir sehen zum einen, dass fehlende Ladepunkte immer noch die größte Herausforderung für den Umstieg auf Elektromobilität im Fuhrpark sind. Gleichzeitig zeigen die von uns befragten Firmen eine große Offenheit, Ladesäulen bei ihren Mitarbeitern zuhause finanziell zu unterstützen. Das ist ein positives Signal für die Elektrifizierung der Flotten."
Ein vernetzter Fuhrpark bleibt beliebt – dennoch nutzen nur wenige Firmen die Daten
Vernetzte Fahrzeuge werden zum neuen Standard. Bereits 33 % der Unternehmen nutzen heute Telematiktools in ihren Pkw- oder LCV-Flotten. Allerdings nutzen lediglich 17 % die gewonnenen Daten aktiv, ein leichter Rückgang im Vergleich zur letzten Befragung (-3 %). Weitere 44 % planen den Einsatz in den kommenden drei Jahren. Im Vordergrund stehen technische Diagnosen (21 %), die Ermittlung des Kraftstoffverbrauchs (13 %) sowie die Fahrzeugortung (12 %).
Kaum Arbeitgeber verzichten noch auf Mobilitätsförderung
CSR-Richtlinien (40 %) und die eigene Attraktivität als Arbeitgeber (38 %) sind die größten Treiber für Mobilitätslösungen und -maßnahmen. Kaum ein Unternehmen verzichtet mehr auf eine Mobilitätsstrategie. 86 % der Unternehmen bieten ihren Mitarbeitenden mindestens eine Mobilitätslösung und -maßnahme. Weitere 10 % ziehen dies in den nächsten drei Jahren in Betracht. Damit gehört Deutschland zu den Spitzenreitern in Europa. Besonders beliebt ist Ridesharing. 24 % der befragten Unternehmen nutzen diese Mobilitätslösung bereits und weitere 13 % erwägen deren Einführung in den nächsten drei Jahren. Der Anteil stieg von 9 % auf 24 % und weitere 11 % erwägen dies für die nächsten drei Jahre. Außerdem ist Fahrradleasing attraktiv. Jeder fünfte der befragten Arbeitgeber bietet seinen Mitarbeitern diesen Benefit. 17 % der Unternehmen haben zudem bereits Lastenräder eingeführt. Weitere 30 % erwägen die Nutzung in den nächsten drei Jahren.
Schmidt betont: „Moderne Mobilitätspolitik orientiert sich an den Bedürfnissen der Mitarbeitenden: Unternehmen können mit modernen und flexiblen Mobilitätslösungen die Bindung der Mitarbeitenden stärken und neue Talente gewinnen. Wer dann noch innovative digitale Lösungen intelligent einsetzt, baut das Fundament für einen effizienten und nachhaltigen Fuhrpark."
Fazit: Unternehmen denken ganzheitlich
„Das Fuhrpark- und Mobilitätsbarometer 2026 zeigt deutlich, dass die deutschen Unternehmen ihre Mobilitätsstrategien zunehmend breiter aufstellen“, resümiert Schmidt. „Neben der Elektrifizierung rücken auch gebrauchte Fahrzeuge und flexible Mobilitätsangebote stärker in den Fokus. Fuhrparkverantwortliche müssen dabei mehrere Ziele gleichzeitig ausbalancieren: Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden. Gerade in einem wirtschaftlich und politisch anspruchsvollen Umfeld wird deutlich, wie wichtig ganzheitliche Mobilitätskonzepte für zukunftsfähige Unternehmensflotten sind.“
Methodik der Befragung
Für diese unabhängige Umfrage wurden vom Marktforschungsunternehmen Ipsos zwischen dem 25. August 2024 und dem 11. November 2025 Interviews mit 10.157 Unternehmensentscheidern durchgeführt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden per Telefon rekrutiert und befragt. Die Studie deckt 33 Länder ab: Österreich, Deutschland, Belgien, Spanien, Frankreich, Griechenland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Polen, Portugal, Vereinigtes Königreich, Tschechische Republik, Slowakei, Rumänien, Schweiz, Finnland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Mexiko, Kanada, USA, Türkei, Marokko, Chile, Peru, Brasilien, Australien, Neuseeland, Indien, Indonesien und Thailand. Die befragten Unternehmen betrieben mindestens ein Fahrzeug. In Deutschland setzt sich die Verteilung der befragten Unternehmen wie folgt zusammen:
- 53 % waren Unternehmen zwischen 1 bis 99 Beschäftigten
- 27 % waren Unternehmen mit 100 bis 999 Beschäftigten
- 20 % waren Unternehmen mit 1000 Beschäftigten oder mehr
- Die gesamte Studie steht hier zum Download bereit.
Arval Mobility Observatory
Über Arval
Arval ist auf Full-Service-Fahrzeugleasing und neue Mobilitätslösungen spezialisiert und hat bis Ende 2025 weltweit mehr als 1,9 Millionen Fahrzeuge verleast. Jeden Tag bieten fast 8.700 Arval-Mitarbeitende in 28 Ländern flexible Lösungen an, um Mobilität für Kunden, die von großen internationalen Unternehmen bis hin zu kleineren Firmen und Einzelkunden reichen, nahtlos und nachhaltig zu gestalten. Arval ist Gründungsmitglied der Element-Arval Global Alliance, eine Verbindung weltweit führender Unternehmen in der Flottenmanagement-Branche mit 4,6 Millionen Fahrzeugen in 54 Ländern. Arval wurde 1989 gegründet und befindet sich vollständig im Besitz von BNP Paribas. Innerhalb der Gruppe ist Arval in der Abteilung Commercial, Personal Banking & Service (CPBS) angesiedelt. Die CSR-Strategie von Arval wurde durch die Verleihung der EcoVadis-Platin-Medaille für das zweite Jahr in Folge anerkannt, die Arval unter die Top 1 % der bewerteten Unternehmen einordnet. Im Dezember 2025 ist Arval in exklusive Verhandlungen mit der Mercedes-Benz Group über den Erwerb der Leasinggesellschaft Athlon eingetreten. Die strategische Transaktion würde einen europäischen Co-Marktführer im Full-Service-Leasing mit fast 2,3 Millionen Fahrzeugen schaffen, die Position von Arval in wichtigen Märkten stärken und nachhaltige Mobilität in den Mittelpunkt seiner Prioritäten setzen.
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