Leasing erstmals Hauptfinanzierungsmethode für Firmenfahrzeuge

Leasing erstmals Hauptfinanzierungsmethode für Firmenfahrzeuge

Studie „CVO Fuhrpark-Barometer 2015“ zeigt aktuelle Trends im Flottenmanagement

Der Trend zum Leasing setzt sich weiter fort: Mehr als jedes zweite Unternehmen in Deutschland least mittlerweile seine Firmenfahrzeuge. Vor allem Leasing mit Kilometervertrag hat in diesem Jahr wieder einen beachtlichen Sprung nach vorne gemacht – und wird damit für den Autoverkauf eine immer stärkere Konkurrenz. Das zeigt das aktuelle CVO Fuhrpark-Barometer 2015. Befragt wurden dieses Jahr im Auftrag von Arval Deutschland 3.632 Fuhrparkentscheider in zwölf europäischen Ländern, davon 301 in Deutschland. Die gesamte Studie kann ab sofort kostenlos unter www.arval.de angefordert werden.

Waren es 2014 noch 26%, so sind es 2015 bereits 29% der befragten Unternehmen, die auf Leasing mit Kilometervertrag setzen. Der Anstieg währt bereits seit einigen Jahren – der aktuelle Höchstwert sorgt jedoch dafür, dass Leasing erstmals die Hauptfinanzierungsmethode im Fuhrpark ist: Zusammen mit dem Leasing mit Restwertvertrag nutzen 51% die Finanzierungsform. Dem gegenüber steht der Autokauf, der im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozentpunkte auf 40% fällt.

Besonders hervorzuheben ist, dass gerade bei den ganz kleinen Unternehmen mit bis zu neun Mitarbeitern Leasing mit Kilometervertrag um vier Prozentpunkte auf 28% angestiegen ist. Bei dieser Unternehmensgröße lässt sich bereits seit 2011 eine steigende Tendenz beobachten: Leasing mit Kilometervertrag kann dort in den letzten vier Jahren ein Wachstum von 17% auf 28% verzeichnen. Dies ist umso bemerkenswerter, als dass vor allem bei Firmen dieser Größe die Konkurrenz durch den Kauf besonders stark ist.

Weitere zentrale Ergebnisse des CVO Fuhrpark-Barometers 2015 sind:

Flottenwachstum: Optimistischer Blick in die Zukunft
Je größer das Unternehmen, desto zuversichtlicher äußern sich die Fuhrparkverantwortlichen hinsichtlich des Wachstumspotenzials ihrer Firmenflotte: Während bei den kleinen Unternehmen mit bis zu neun Mitarbeitern nur 5% denken, dass die Gesamtzahl ihrer Firmenfahrzeuge in den nächsten drei Jahren zunehmen wird, sind es bei den großen Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern bereits 22%. Generell lässt sich feststellen, dass Fuhrparkmanager ab einer Unternehmensgröße von zehn Mitarbeitern das Flottenwachstum durchweg positiver einschätzen als im Vorjahr.

Mobiles Flottenmanagement: Apps halten Einzug in die Fuhrparkverwaltung
Apps für die Fuhrparkverwaltung werden über alle Unternehmensgrößen hinweg als sinnvoll erachtet – die Zustimmung der befragten Flottenverantwortlichen reicht dabei von 29% bei den ganz kleinen Unternehmen bis hin zu 46% bei den sehr großen Unternehmen. Geht es um Apps für Dienstwagennutzer, so werden vor allem Anwendungen zur Ortung bzw. Buchung von Serviceleistungen als nützlich angesehen. Bei Apps für Fuhrparkmanager stehen dagegen Programme an erster Stelle, die Daten über das Fahrverhalten bereitstellen oder einen Fernzugriff auf die Fahrzeugdaten erlauben.

Grüne Flotte: Deutschland hinkt im europäischen Vergleich hinterher
Beim Thema Umweltschutz und Einsatz alternativer Energien im Fuhrpark zeigen die aktuellen Ergebnisse, dass die übrigen befragten europäischen Länder weiter sind als Deutschland. So nutzen bereits 41% der großen europäischen Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern mindestens eine umweltfreundliche Technologie. Bei den deutschen Unternehmen dieser Größe gaben dies nur 31% an. Hybrid- und Elektroantrieben wird dabei die größte Bedeutung beigemessen.

„Auch dieses Jahr gibt das CVO Fuhrpark-Barometer wieder einen mehr als hilfreichen Überblick über die Trends in der Fuhrparkbranche. Leasing ist in den deutschen Fuhrparks angekommen – das bringt die Studie klar zum Ausdruck. Sie zeigt aber genauso deutlich, wo der Weg noch lange nicht zu Ende ist: Themen wie mobiles Flottenmanagement oder ein grüner Fuhrpark sind den Fuhrparkmanagern zwar durchaus bereits bekannt – bei der Umsetzung haben viele Unternehmen jedoch noch Nachholbedarf“, kommentiert Sebastian Fruth, Sprecher für den CVO in Deutschland, die Ergebnisse des CVO Fuhrpark-Barometers 2015.