IFRS16

Auswirkungen von IFRS16 auf Ihr Unternehmen

 

Am 13. Januar 2016 veröffentlichte das International Accounting Standards Board (IASB) neue Rechnungslegungsstandards zu Leasingverhältnissen. Diese neue Regeln - besser bekannt als IFRS16 - bringen wesentliche Änderungen mit sich.

Der neue Standard beinhaltet, dass „Leasingnehmer“ nicht mehr wie bisher Operating-Leasingverträge in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung verbuchen, sondern künftig sowohl das „Nutzungsrecht“ aktivieren (das dem Nettobarwert der zukünftigen Mindestleasingzahlungen entspricht) als auch eine entsprechende Verbindlichkeit in der Bilanz ausweisen.

Welche Auswirkungen hat IFRS16 für Ihr Unternehmen?

Undurchsichtige Finanzstrukturen, bei denen wichtige Kapitalressourcen und betriebliche Wirtschaftsgüter nicht in der Bilanz erschienen, waren für die internationalen Aufsichtsbehörden (IASB, FASB, SEC) seit jeher problematisch. Um mehr Transparenz zu erreichen, wurden deshalb die IFRS 2016 festgelegt. Diese machen es einfacher, ein vollständiges Bild der Aktiv- und Passivposten eines Unternehmens zu erhalten, und verhindern den Missbrauch von Operating-Leasingverträgen zur Verschleierung hochpreisiger Vermögenswerte wie Flugzeuge oder Gebäude.

Wen betrifft diese Änderung?
Alle Unternehmen, die ihre Finanzberichterstattung gemäß IFRS darlegen, insbesondere:

  • börsennotierte Gesellschaften und deren Tochterunternehmen in Europa
  • Gesellschaften, die in einem der Länder registriert sind, welche die IFRS-Standards übernommen haben
     

Welche Konsequenzen sind zu erwarten?
Leasingnehmer benötigen eine Bilanzierung des „Nutzungswerts“ und einer Verbindlichkeit auf Basis der vom Leasinggeber bereitgestellten Vertragsangaben. Die operativen Vorteile eines Operating-Leasingvertrags bleiben jedoch weiterhin bestehen:

  • Effektive und einfache Finanzierungsquelle
  • Verbesserter Cashflow
  • Vorhersehbare monatliche Zahlungen
  • Outsourcing von nicht zum Kerngeschäft zählenden Prozessen (Flottenmanagement, Wartung, Assistance, Unfallmanagement, Kraftstoffmanagement etc.)
  • Ausschalten der mit dem Vermögenswert und dessen Veräußerung verbundenen Risiken
  • Flexible Nutzung


Mehr Details zu den Konsequenzen finden Sie im Arval Whitepaper "Auswirkungen von IFRS16 auf Ihr Unternehmen" (PDF).

Was sind Ihre nächsten Schritte?

Zwei wichtige Daten sollte man sich im Zusammenhang mit der neuen Richtlinie als Unternehmen merken:

  • ab 01. Januar 2019 tritt die Bilanzierungsvorschrift IFRS16 in Kraft (vorbehaltlich der Genehmigung durch die Europäische Gemeinschaft)
  • Unternehmen, die IFRS15 "Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden" anwenden, können bereits zum 01. Januar 2018 den neuen Standard nutzen.
     

Was Sie von Arval erwarten können?
Mit Arval an Ihrer Seite sind Sie perfekt auf die Umstellung auf IFRS 16 vorbereitet: Wir haben uns bereits von Anfang an proaktiv an den Diskussionen mit Industrieverbänden und Wirtschaftsprüfungsfirmen beteiligt und sind bestrebt, Ihnen die einfachsten und bestmöglichen Lösungen der Finanzberichterstattung anzubieten.

Wir sehen es als unsere Pflicht an, Ihnen möglichst viel Arbeit abzunehmen und Ihnen die entsprechenden Informationen, die Sie benötigen, um die neuen Standards anzuwenden, rechtzeitig zur Verfügung zu stellen. Falls Sie jedoch Fragen haben, können Sie sich gerne jederzeit an Ihren Kundenberater wenden oder fordern Sie das Arval Whitepaper "Auswirkungen von IFRS16 auf Ihr Unternehmen" (PDF) an.

Arval empfiehlt auch den Leasingnehmern, schnellstmöglich mit ihrem Wirtschaftsprüfer eine Methode zu vereinbaren, die sie für die Verbuchung der Leasingverbindlichkeiten und Nutzungsrechte anwenden werden.

Glossar

IASB

Das International Accounting Standards Board (IASB) ist eine aus 14 Experten bestehende unabhängige Gruppe, die über die entsprechende praktische Erfahrung mit der Festlegung von Rechnungslegungsstandards zur Erstellung, Prüfung oder Nutzung von Finanzberichten und mit Fortbildungen im Rechnungswesen verfügt. Die Mitglieder des IASB sind für die Entwicklung und Veröffentlichung der IFRS verantwortlich.

IFRS

Die International Financial Reporting Standards (IFRS) sind eine Sammlung von Regeln für die Rechnungslegung, die vom IASB entwickelt und fortgeführt wird. Sie können überall in der Welt angewendet werden – in Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern – und ermöglichen dadurch den Investoren und anderen Nutzern von Finanzausweisen einen direkten Vergleich der Finanzlage börsennotierter Gesellschaften auf internationaler Ebene. Die Anwendung der IFRS ist nun in über 100 Ländern, einschließlich der Europäischen Union, und in mehr als zwei Dritteln der G20-Länder vorgeschrieben. Die G20-Länder und andere internationale Organisationen haben die Arbeit des IASB und dessen Mission zur Schaffung weltweiter Rechnungslegungsstandards kontinuierlich unterstützt.

FASB

Das Financial Accounting Standards Board (FASB) ist eine privatrechtliche, gemeinnützige marktregulierende Organisation, deren Hauptzweck darin besteht, die allgemein anerkannten Rechnungslegungsvorschriften (GAAP, Generally Accepted Accounting Principles) in den Vereinigten Staaten im öffentlichen Interesse festzulegen und zu verbessern.

SEC

Die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) ist eine Behörde der US-amerikanischen Bundesregierung. Ihre Hauptaufgaben sind die Durchsetzung der bundesstaatlichen Wertpapiergesetze, die Einbringung von Vorschlägen für Wertpapiervorschriften und die Regulierung der Wertpapierbranche, der Wertpapier- und Optionsbörsen des Landes und anderer Tätigkeiten und Organisationen, einschließlich der elektronischen Wertpapiermärkte in den Vereinigten Staaten.