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Elektroauto Förderung und Zuschüsse

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Elektroauto- und Plug-in-Hybrid-Auto-Leasing-Förderung – die Zuschüsse im Überblick

Mit diesen Programmen und Regelungen zur Förderung umweltfreundlicheren Fahrens sparen Sie beim Plug-in-Hybrid- und Elektroauto-Leasing:

  • Staatlicher Umweltbonus (BAFA-Prämie und Hersteller-Bonus) für E-Autos und Plug-in-Hybrid-Autos bis Ende 2025

  • Angesichts der Corona-Krise: Erhöhung des BAFA-Anteils am Umweltbonus um 100 % bis 31.12.2021 (Innovationsprämie)

  • Bis zu 9.000 Euro Förderung für Elektrofahrzeuge

  • Bis zu 6.750 Euro Zuschuss für Plug-in-Hybride (PHEV-Autos)

  • Zusätzliche Förderung für die gewerbliche Nutzung von Plug-in-Hybrid- und Elektrofahrzeugen in bestimmten Bundesländern

  • Zuschüsse für Wallbox und Ladestation von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie von einigen Bundesländern, Kommunen, Stadtwerken und Energieversorgern

  • Zehn Jahre lang keine Kfz-Steuer für E-Autos, die bis zum 31.12.2025 erstmals zugelassen werden

Welche Bedingungen gelten im Einzelnen? Was ist zu tun, um den Zuschuss für das Elektroauto- und Plug-in-Hybrid-Auto-Leasing zu erhalten? Die Antworten finden Sie hier.

Der Umweltbonus – Förderung der Elektromobilität in Deutschland

Elektrisch und teilelektrisch angetriebene Autos, die keinen fossilen Kraftstoff verbrauchen oder geringere Mengen davon und die deshalb weniger CO₂ und andere Schadstoffe ausstoßen, sorgen für bessere Luft, weniger Lärm und mehr Klimaschutz. Um möglichst viele Elektro- und Plug-in-Hybrid-PKWs auf die Straßen zu bringen, treten Bund und Automobilhersteller dafür ein, dass sich Umweltengagement finanziell für E- und Plug-in-Hybrid-Auto-Fahrer lohnt – auch beim Leasing.

Die Wechselprämie, die der Staat und die Autobauer vor Corona jeweils zur Hälfte gezahlt haben und an der der Staat seinen Anteil bis Ende 2021 verdoppelt, wird beim Leasen des klimafreundlichen Fahrzeugs verrechnet. Das verringert die monatliche Rate. Umweltbewusste Leasingnehmer kommen somit günstiger in den Besitz eines Plug-in-Hybrids oder Elektrofahrzeugs.

Hier herrscht Verwechslungsgefahr: Umweltprämie und Umweltbonus sind nicht dasselbe. Bei der Umweltprämie handelte es sich um den staatlichen Bonus, der in Deutschland bei Verschrottung eines alten und Kauf eines neuen Kfz gewährt wurde. Ein anderer Begriff dafür ist Abwrackprämie.

Förderung Elektromobilität in Deutschland

Wie hoch ist die Förderprämie für Elektroauto und Plug-in-Hybrid-Auto? 

Die Höhe der Subvention hängt vom Fahrzeugtyp und vom Nettolistenpreis des Basismodells in Deutschland ab – die Kosten für etwaige Sonderausstattungen werden nicht berücksichtigt. Folgende Fördergelder stehen bereit: 

  • Für ein Elektroauto bis 40.000 Euro gibt es 9.000 Euro Förderung(ab 1.1.2022 reduziert sich die Förderung wieder auf 6.000 Euro)
  • Für ein Elektroauto über 40.000 und bis maximal 65.000 Euro gibt es 7.500 Euro Förderung. (ab 1.1.2022 reduziert sich die Förderung wieder auf 5.000 Euro) 
  • Für einen Plug-in-Hybrid bis 40.000 Euro gibt es 6.750 Euro Zuschuss. (ab 1.1.2022 reduziert sich die Förderung wieder auf 4.500 Euro) 
  • Für einen Plug-in-Hybrid über 40.000 und bis maximal 65.000 Euro gibt es es 5.625 Euro Zuschuss.(ab 1.1.2022 reduziert sich die Förderung wieder auf 3.750 Euro)

Wichtige Einschränkungen: Die E-Prämie gilt nur für Plug-in-Hybride, die höchsten 50 Gramm CO₂ pro Kilometer freisetzen oder mindestens 40 Kilometer rein elektrisch fahren können. Und: Nur wenn das Auto ab dem 4.6.2020 zugelassen wurde, werden die coronabedingt erhöhten Fördersätze gewährt.

Unbedingt zu beachten: Der Nettolistenpreis muss die Obergrenze des Preisrahmens mindestens um den Wert unterschreiten, der dem Anteil des Automobilherstellers am Umweltbonus entspricht. Das heißt: Der Nettolistenpreis eines Elektroautos muss mindestens 3.000 Euro unter 40.000 Euro liegen, damit der BAFA-Anteil von 6.000 Euro gewährt wird und die Fördersumme somit insgesamt 9.000 Euro beträgt.

Bis wann wird die Plug-in-Hybrid- und Elektroprämie gezahlt? 

Das am 2.6.2016 gestartete Förderprogramm E-Mobilität zur Verbreitung von Elektroautos und Plug-in-Hybridfahrzeugen hat ein Fördervolumen von 1,2 Milliarden Euro. Nach der Verlängerung der Frist wird bis zum 31.12.2025 gefördert.

Die im Rahmen des Corona-Konjunkturprogramms beschlossene Erhöhung des BAFA-Anteils am Umweltbonus und damit der Fördersätze gilt bis 31.12.2021. Das Corona-Hilfspaket, von dem ein Teil in die Innovationsprämie für Elektroautos und Plug-in-Hybrid-Autos fließt, ist insgesamt 130 Milliarden Euro schwer.

Wer bekommt den Umweltbonus? 

Berechtigt, die Förderung zu erhalten, sind:

  • Privatpersonen,
  • Gewerbetreibende/Unternehmen sowie
  • gemeinnützige Organisationen (Stiftungen, Körperschaften und Vereine),

die ein Elektroauto oder einen Plug-in-Hybriden kaufen oder leasen.

Nicht förderberechtigt sind der Bund, die Länder, die Kommunen und deren Einrichtungen sowie die Automobilhersteller, die selbst bei der Finanzierung des Bonus mitwirken.

Welche E- und Plug-in-Hybrid-Autos werden gefördert? 

Förderfähige Plug-in-Hybrid- und Elektrofahrzeuge sind:

  • Fahrzeuge, die vollständig batteriebetrieben sind oder mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle betrieben werden (Elektroautos).
  • Fahrzeuge mit Verbrennungs- und Elektromotor, die auch über das Stromnetz mit Energie versorgt werden können (Plug-in-Hybrid- beziehungsweise PHEV-Autos).
  • Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge, die eine elektrische Reichweite von 40 Kilometern oder mehr haben oder pro Kilometer maximal 50 Gramm CO₂ ausstoßen.
  • E- und PHEV-Autos, die den deutschen Nettolistenpreis von 65.000 Euro nicht überschreiten.
  • Fahrzeuge, die auf der vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) herausgegebenen Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybridfahrzeuge stehen.

Was sind die Bedingungen für den Erhalt des Umweltbonus? 

Die Voraussetzungen, um den erhöhten Umweltbonus, das heißt den verdoppelten BAFA- und den Hersteller-Anteil zu bekommen, sind diese:

  • Das Leasing des PHEV- oder E-Autos muss vor dem 31.12.2021 erfolgen.
  • Das Plug-in-Hybrid- oder Elektrofahrzeug muss förderfähig sein, also auf der Liste des BAFA stehen. Damit ist gleichzeitig gewährleistet, dass das Auto einen Nettolistenpreis von weniger als 65.000 Euro aufweist.
  • Das Fahrzeug muss mindestens sechs Monate lang in Deutschland auf den Antragssteller zugelassen sein.
  • Der Hersteller-Bonus wird beim Leasing unmittelbar vom Preis des Plug-in-Hybrid- oder Elektroautos abgezogen. Dadurch reduziert sich die monatliche Leasingrate. Die BAFA-Hälfte des Umweltbonus übernimmt zunächst der Leasingnehmer in Form einer mehrwertsteuerpflichtigen Sonderzahlung an den Leasinggeber. Auf diese Weise kann die Leasingrate nochmals verringert werden. Nach Beantragung der Förderprämie bei der BAFA erhält der Leasingnehmer seine Auslagen zurück.
  • Um die BAFA-Prämie zu erhalten, muss im Leasingvertrag ausgewiesen sein, dass der Automobilhersteller seinen Teil der Förderung bereits erbracht hat. Alle erforderlichen Dokumente werden vom Leasinggeber gestellt.

Wie ist die BAFA-Förderung zu beantragen? 

Grundsätzlich gilt: Vor dem Antrag muss das Plug-in-Hybrid- oder E-Auto bereits geleast sowie zugelassen worden sein.

Über das Internet-Portal der BAFA erfolgt die Antragstellung auf elektronischem Wege. Die folgenden Dokumente sind dabei online einzureichen:

  • Leasingvertrag
  • Verbindliche Leasing-Bestellung des PKWs
  • Kalkulation der Leasingrate
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
  • Erklärung über die Richtigkeit der Angaben (muss ausgedruckt, unterschrieben und ebenfalls hochgeladen werden)

Nach positiver Prüfung erhält der Antragsteller einen Zuwendungsbescheid. Die Auszahlung des BAFA-Anteils am Umweltbonus erfolgt anschließend auf das während des Antragsverfahrens angegebene Konto.

 

Baden-Württemberg und NRW – zusätzliche Prämien für Elektroautos

Um Unternehmen, Gewerbetreibenden, Freiberuflern, Vereinen und Verbänden den Umstieg auf elektrisch angetriebene Fahrzeuge zu erleichtern, haben einige Bundesländer weitere Förderprogramme zur Steigerung der E-Mobilität ins Leben gerufen. Das bedeutet noch mehr Einsparmöglichkeiten beim Leasing eines Elektroautos.

Gut zu wissen: Das sogenannte Doppelförderungsverbot wurde bereits im März 2018 aufgehoben. Somit können sowohl der Umweltbonus als auch der zusätzliche Bonus eines Bundeslandes in Anspruch genommen werden.

Folgende Zuschüsse werden in den einzelnen Bundesländern unter gesonderten Voraussetzungen bewilligt:

KfW-Zuschuss, Bundesland-Förderung und Co. für Wallbox und Ladestation

Das Laden von E-Auto und Plug-in-Hybrid-Auto mit Hilfe einer Wallbox oder einer Ladestation in der eigenen Garage, im Carport oder in der Einfahrt hat den Vorteil, dass besonders günstiger Haushaltsstrom „getankt“ werden kann. Für die Förderung privater und öffentlich zugänglicher Ladepunkte gibt es keine bundesweit einheitliche Regelung. Lediglich einzelne Bundesländer, Kommunen, Stadtwerke und Energieversorger haben Förderprogramme etabliert, die sich in der Höhe der Förderung und in den Bedingungen für die Förderung stark unterscheiden. Beispielsweise fördern das Land Nordrhein-Westfalen (bis zum 30.9.2023) und die Stadt München (bis zum 31.12.2020) die Errichtung öffentlicher und nicht-öffentlicher Ladeinfrastruktur.

Wer im Begriff ist, eine Ladestation für sein Elektroauto oder sein Plug-in-Hybrid-Fahrzeug anzuschaffen, sollte sich über die Fördermöglichkeiten im eigenen Land, in der eigenen Stadt sowie bei den zuständigen Stadtwerken beziehungsweise beim örtlichen Energieversorger informieren.

Bitte beachten Sie: Einen teuren Stromvertrag abzuschließen, nur um ein- oder zweihundert Euro Prämie zu erhalten, lohnt in der Regel nicht.

Von der KfW werden Ladestationen für Elektrofahrzeuge unter bestimmten Bedingungen ebenfalls gefördert. Im Rahmen der Sanierung eines Hauses zum KfW-Effizienzhaus oder im Zusammenhang mit der Umsetzung von Einzelmaßnahmen können laut „Infoblatt zu den Merkblättern: Energieeffizient Sanieren – Kredit und Investitionszuschuss“ auch die Kosten für Ladestationen von E-Autos durch die Förderbank mitfinanziert werden.

Geringere Versteuerung – Teil der Elektroauto und Plug-in-Hybrid-Auto-Leasing-Förderung

Zehn Jahre lang keine Kfz-Steuer – diese Steuervorteile gelten für die Leasingnehmer aller reinen, batterieelektrischen Fahrzeuge, die bis zum 31.12.2025 erstmals zugelassen werden. Plug-in-Hybridfahrzeuge beziehungsweise deren Besitzer profitieren von der entfallenden Besteuerung nicht.
Allerdings fällt die Kfz-Steuer auch hier spürbar geringer aus als bei Modellen mit reinen Verbrennungsmotoren, da die CO2-Emissionen niedriger sind und der CO2-Ausstoß wiederum einer der Faktoren bei der Berechnung der KFZ-Steuer ist.

Der Steuervorteil für Gewerbetreibende kommt beim Leasing von Elektro- und von Plug-in-Hybrid-Dienstwagen zum Tragen. Elektrofahrzeuge, die kein CO₂ ausstoßen und erstmalig ab dem 1.1.2020 als Dienstwagen überlassen werden, werden nur noch mit 0,25 % des Listenpreises versteuert, sofern der Bruttolistenpreis nicht mehr als 60.000 Euro beträgt. Bei E-Auto- und Plug-in-Hybrid-Firmenwagen mit einem höheren Bruttolistenpreis beträgt die Versteuerung 0,5 % des Listenpreises. Bei Autos mit Verbrennungsmotoren liegt der zu versteuernde Anteil dagegen bei 1 %.