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Elektroauto Förderung und Zuschüsse

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Der Umweltbonus und weitere Förderungen der Elektromobilität in Deutschland

Elektromobilität ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Die Verkehrswende ist in vollem Gange und wir beschreiten den Weg in die nachhaltige Mobilität gemeinsam mit Ihnen. Elektrisch und teil-elektrisch angetriebene Autos, die keinen oder nur wenig fossilen Kraftstoff verbrauchen, sind umweltfreundlicher und erzeugen weniger Lärm. Der Verzicht auf den Verbrenner sorgt für bessere Luft und unterstützt den Klimaschutz. 

Um möglichst schnell Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge auf die Straßen zu bringen, treten Bund und Automobilhersteller dafür ein, dass sich Umweltengagement finanziell für E- und Plug-in-Hybrid-Auto-Fahrer lohnt - auch beim Leasing.

Dank des Umweltbonus und regional unterschiedlicher weiterer Innovationsprämien sinken die Anschaffungskosten für elektrisch betriebene Fahrzeuge. Auch wenn gemäß Koalitionsvertrag die aktuelle – zusätzlich zum Umweltbonus – gewährte Innovationsprämie ab dem Zulassungsdatum 01.01.2023 schrittweise reduziert werden soll, rechnet sich die Anschaffung bis voraussichtlich 2025 auch für Sie als Elektro-Leasingnehmer, da wir Ihnen niedrigere Leasingraten anbieten können. 

 

E-Auto- und Plug-in-Hybrid – Zuschüsse und Förderung 

Welche Bedingungen gelten im Einzelnen für die Gewährung des Umweltbonus? Was ist unter der BAFA-Prämie zu verstehen? Was ist der Unterschied zwischen Umweltbonus und Umweltprämie? Was ist zu tun, um den Zuschuss für das Elektroauto- und Plug-in-Hybrid-Auto-Leasing zu erhalten? Die Antworten auf viele Ihrer Fragen rund um das Thema Elektromobilität und entsprechender Förderprogramme in Deutschland finden Sie hier auf dieser Seite.

Mit diesen Programmen und Regelungen zur Förderung umweltfreundlicheren Fahrens sparen Sie beim Plug-in-Hybrid- und E-Auto-Leasing:

 

Die häufigsten Fragen zum Thema Umweltbonus und Förderung

 

BAFA-Prämie, Innovationsprämie, Umweltbonus, Umweltprämie – was sind die Unterschiede?

Beim Umweltbonus handelt es sich um eine Wechselprämie, die beim Kauf eines elektrisierten Fahrzeugs zugeschossen wird. Der Umweltbonus bestand bis vor Corona zu 50% aus einem Hersteller-Bonus und zu 50% aus einer Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Bis Ende 2022 verdoppelt der Staat seinen Anteil als Corona-Hilfspaket und fördert damit die noch schnellere Herstellung und Verbreitung elektrisierter Mobilitätslösungen. Dieses Hilfspaket wird unter dem Begriff Innovationsprämie zusammengefasst. Die Innovationsprämie kann auch rückwirkend für gekaufte oder geleaste Elektro- oder Plugin-Hybrid-Fahrzeuge beantragt werden. Profitieren können Fahrende von neuen Fahrzeugen, die zwischen 03.06.2020 und 31.12.2022 zugelassen wurden. 

Beim Kauf eines mit einer Batterie oder Brennstoffzelle betriebenen Fahrzeugs wird eine Prämie gezahlt, welche beim Leasing des klimafreundlichen Fahrzeugs mit den Raten verrechnet wird. Damit ergibt sich eine große Ersparnis für den Endkunden. Der Umweltbonus wird vorerst bis Ende 2025 gezahlt. 

Es herrscht Verwechslungsgefahr: Umweltprämie und Umweltbonus sind nicht dasselbe. Bei der Umweltprämie handelte es sich um den staatlichen Bonus, der in Deutschland bei Verschrottung eines alten und Kauf eines neuen Kfz gewährt wurde. Ein anderer Begriff dafür war früher die sogenannte Abwrackprämie. Die Umweltprämie wurde allerdings bereits Ende 2019 vom Umweltbonus abgelöst. Heute werden die Begriffe Umweltprämie, Umweltbonus und Innovationsprämie häufig synonym verwendet. 

 

Wie hoch sind die Förderprämien für E-Mobilität?

Sie fragen sich, wie hoch die Förderprämie für Elektroautos und Plug-in-Hybrid-Autos ist? Die Höhe der Subvention hängt vom Fahrzeugtyp und vom Nettolistenpreis des Basismodells in Deutschland ab. Die Kosten für eventuelle Sonderausstattungen werden nicht berücksichtigt. Folgende Fördergelder stehen bereit: 

  • Für ein Elektroauto bis 40.000 Euro gibt es 9.000 Euro Förderung. (ab 1.1.2023 bis Ende 2025 reduziert sich die Förderung wieder auf 6.000 Euro)
  • Für ein Elektroauto über 40.000 Euro und bis maximal 65.000 Euro gibt es 7.500 Euro Förderung. (ab 1.1.2023 bis Ende 2025 reduziert sich die Förderung wieder auf 5.000 Euro) 
  • Für einen Plug-in-Hybrid bis 40.000 Euro gibt es 6.750 Euro Zuschuss. (ab 1.1.2023 bis Ende 2025 reduziert sich die Förderung wieder auf 4.500 Euro) 
  • Für einen Plug-in-Hybrid über 40.000 Euro und bis maximal 65.000 Euro gibt es es 5.625 Euro Zuschuss.(ab 1.1.2023 bis Ende 2025 reduziert sich die Förderung wieder auf 3.750 Euro)

Gut zu wissen: Die E-Prämie gibt es nur für Plug-in-Hybride, die höchsten 50 Gramm CO₂ pro Kilometer freisetzen oder mindestens 60 Kilometer rein elektrisch fahren können. Diese elektrische Reichweite erhöht sich ab 2025 auf 80 km. Wenn das Auto ab dem 4.6.2020 zugelassen wurde, können für einen Plug-in-Hybrid die Corona-bedingt erhöhten Fördersätze gewährt werden.

Außerdem zu beachten: Der Nettolistenpreis muss die Obergrenze des Preisrahmens mindestens um den Wert unterschreiten, der dem Anteil des Automobilherstellers am Umweltbonus entspricht. Das heißt, dass der Nettolistenpreis eines E-Autos mindestens 3.000 Euro und unter 40.000 Euro betragen muss, damit der BAFA-Anteil von 6.000 Euro gewährt wird. Somit beträgt die Fördersumme insgesamt 9.000 Euro.

Weitere Informationen zu den aktuellen Regelungen zur Förderung der Elektromobilität in Deutschland finden Sie auf den Seiten des Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

 

Bis wann wird die Plug-in-Hybrid- und Elektroprämie gezahlt? 

Das am 2.6.2016 gestartete Förderprogramm E-Mobilität zur Verbreitung von Elektroautos und Plug-in-Hybridfahrzeugen hat ein Fördervolumen von 1,2 Milliarden Euro. Das Programm war ursprünglich bis Ende 2021 angesetzt. Nach der Verlängerung der Frist fördert der Staat noch bis zum 31.12.2025.

Die im Rahmen des Corona-Konjunkturprogramms beschlossene Erhöhung des BAFA-Anteils am Umweltbonus und damit der Fördersätze ist noch bis zum 31.12.2022 verlängert worden. 

Ausblick – was kommt ab 2023?

Gemäß Koalitionsvertrag soll die aktuelle – zusätzlich zum Umweltbonus – gewährte Innovationsprämie ab dem Zulassungsdatum 01.01.2023 schrittweise reduziert werden. Bei Plug-in-Hybridfahrzeugen sind ebenfalls Reduzierungen oder gar ein Wegfall der Fördersumme zu erwarten. Konkrete Informationen liegen Stand Juni 2022 noch nicht vor.

 

Wer kann den Umweltbonus beantragen? 

Förderungsberechtigt sind:

  • Privatpersonen,
  • Gewerbetreibende/Unternehmen 
  • gemeinnützige Organisationen (Stiftungen, Körperschaften und Vereine),

die ein Elektroauto oder Hybrid-Fahrzeug leasen.

Nicht förderberechtigt sind der Bund, die Länder, die Kommunen und deren Einrichtungen sowie die Automobilhersteller, die selbst bei der Finanzierung des Bonus mitwirken.

 

Welche E-Autos und Plug-in-Hybrid-Autos werden gefördert? 

Förderfähige Plug-in-Hybrid- und Elektrofahrzeuge sind:

  • Fahrzeuge, die vollständig batteriebetrieben sind oder mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle betrieben werden (Elektroautos).
  • Fahrzeuge mit Verbrennungs- und Elektromotor, die auch über das Stromnetz mit Energie versorgt werden können (Plug-in-Hybrid- beziehungsweise PHEV-Autos).
  • Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge, die eine elektrische Reichweite von 60 Kilometern oder mehr haben oder pro Kilometer maximal 50 Gramm CO₂ ausstoßen. Ab 2025 muss die elektrische Reichweite mindestens 80 km betragen.
  • E- und PHEV-Autos, die den deutschen Nettolistenpreis von 65.000 Euro nicht überschreiten.
  • Fahrzeuge, die auf der vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) herausgegebenen Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybridfahrzeuge stehen.

 

Was sind die Bedingungen für den Erhalt des erhöhten Umweltbonus bzw. der Innovationsprämie? 

Die Voraussetzungen, um den erhöhten Umweltbonus, das heißt den verdoppelten BAFA- und den Hersteller-Anteil (Innovationsprämie) zu bekommen, sind diese:

  • Das Leasing des PHEV- oder E-Autos muss vor dem 31.12.2022 erfolgen.
  • Das Plug-in-Hybrid- oder Elektrofahrzeug muss förderfähig sein, also auf der Liste des BAFA stehen. Damit ist gleichzeitig gewährleistet, dass das Auto einen Nettolistenpreis von weniger als 65.000 Euro aufweist.
  • Das Fahrzeug muss mindestens sechs Monate lang in Deutschland auf den Antragsteller zugelassen sein.
  • Um die BAFA-Prämie zu erhalten, muss im Leasingvertrag ausgewiesen sein, dass der Automobilhersteller seinen Teil der Förderung bereits erbracht hat. Alle erforderlichen Dokumente werden vom Leasinggeber, also von Arval, gestellt. Sollten Sie dazu Fragen haben, so sprechen Sie direkt mit unserem Kundenservice beziehungsweise Ihrem Fuhrparkberater.

Der Hersteller-Bonus wird beim Leasing unmittelbar vom Preis des Plug-in-Hybrid- oder Elektroautos abgezogen. Dadurch reduziert sich die monatliche Leasingrate. Die BAFA-Hälfte des Umweltbonus übernimmt zunächst der Leasingnehmer in Form einer mehrwertsteuerpflichtigen Sonderzahlung an den Leasinggeber. Auf diese Weise kann die Leasingrate nochmals verringert werden. Nach Beantragung der Förderprämie bei der BAFA erhält der Leasingnehmer seine Auslagen zurück.

 

Wie ist die BAFA-Förderung für elektrifizierte Fahrzeuge zu beantragen? 

Grundsätzlich wird die Förderung elektronisch beantragt über das Internet-Portal der BAFA erfolgt die Antragstellung. Die folgenden Dokumente sind dabei online einzureichen:

  • Leasingvertrag
  • Verbindliche Leasing-Bestellung des PKWs
  • Kalkulation der Leasingrate
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
  • Erklärung über die Richtigkeit der Angaben (muss ausgedruckt, unterschrieben und ebenfalls hochgeladen werden)
  • Nach positiver Prüfung erhält der Antragsteller einen Zuwendungsbescheid. Die Auszahlung des BAFA-Anteils am Umweltbonus erfolgt anschließend auf das während des Antragsverfahrens angegebene Konto.

 

Zusätzliche Prämien für E-Auto und Plug-in-Hybrid in Baden-Württemberg und NRW 

Um Unternehmen, Gewerbetreibenden, Freiberuflern, Vereinen und Verbänden den Umstieg auf elektrisch angetriebene Fahrzeuge zu erleichtern, haben einige Bundesländer weitere Förderprogramme zur Steigerung der E-Mobilität in Deutschland ins Leben gerufen. Das bedeutet noch mehr Einsparmöglichkeiten beim Leasing eines Elektroautos. Das sogenannte Doppelförderungsverbot wurde bereits im März 2018 aufgehoben. Somit können sowohl der Umweltbonus als auch der zusätzliche Bonus des jeweiligen Bundeslandes in Anspruch genommen werden.


Folgende Zuschüsse werden in den einzelnen Bundesländern unter gesonderten Voraussetzungen bewilligt:

Wir informieren Sie gern über weitere Zuschussmöglichkeiten in Ihrem Bundesland.

 

KfW-Zuschüsse und Bundesland-Förderung für Wallbox und Ladestation

Das Laden von E-Auto und Plug-in-Hybrid-Auto mit Hilfe einer Wallbox oder einer Ladestation in der eigenen Garage, im Carport oder in der Einfahrt hat den Vorteil, dass besonders günstiger Haushaltsstrom „getankt“ werden kann. Für die Förderung privater und öffentlich zugänglicher Ladepunkte gibt es keine bundesweit einheitliche Regelung. Lediglich einzelne Bundesländer, Kommunen, Stadtwerke und Energieversorger haben Förderprogramme etabliert, die sich in der Höhe der Förderung und in den Bedingungen für die Förderung stark unterscheiden.

Wer im Begriff ist, eine Ladestation für sein Elektroauto oder sein Plug-in-Hybrid-Fahrzeug anzuschaffen, kann sich über andere Fördermöglichkeiten im eigenen Land, in der eigenen Stadt sowie bei den zuständigen Stadtwerken beziehungsweise beim örtlichen Energieversorger informieren. Beispielsweise fördert das Land Nordrhein-Westfalen (bis zum 30.9.2023) die Errichtung öffentlicher und nicht-öffentlicher Ladeinfrastruktur. Bitte beachten Sie: Einen teuren Stromvertrag abzuschließen, nur um eine Prämie zu erhalten, lohnt sich in der Regel nicht.

Von der KfW werden Ladestationen für Elektrofahrzeuge unter bestimmten Bedingungen ebenfalls gefördert. Im Rahmen der Sanierung eines Hauses zum KfW-Effizienzhaus oder im Zusammenhang mit der Umsetzung von Einzelmaßnahmen können laut „Infoblatt zu den Merkblättern: Energieeffizient Sanieren – Kredit und Investitionszuschuss“ auch die Kosten für Ladestationen von E-Autos durch die Förderbank mitfinanziert werden. 

Update November 2021: Die Förderungstöpfe der KfW für die Wallboxen und Ladestationen sind vorerst ausgeschöpft. 

Update Dezember 2021: Die KfW bietet eine neue Förderung für Ladestationen für Unternehmen (Zuschuss 441).

 

Steuervorteile für E-Auto-Fahrende – ein weiterer Teil der Elektro-Leasing-Förderung

Zehn Jahre lang keine Kfz-Steuer – diese Steuervorteile gelten für die Leasingnehmer aller reinen, batterieelektrischen Fahrzeuge, die bis zum 31.12.2025 erstmals zugelassen werden. Plug-in-Hybridfahrzeuge beziehungsweise deren Besitzer profitieren von der entfallenden Besteuerung nicht.

Allerdings fällt die Kfz-Steuer auch hier spürbar geringer aus als bei Modellen mit reinen Verbrennungsmotoren, da die CO2-Emissionen niedriger sind und der CO2-Ausstoß wiederum einer der Faktoren bei der Berechnung der KFZ-Steuer ist.

Der Steuervorteil für Gewerbetreibende kommt beim Leasing von Elektro- und von Plug-in-Hybrid-Dienstwagen zum Tragen. Elektrofahrzeuge, die kein CO₂ ausstoßen und erstmalig ab dem 1.1.2020 als Dienstwagen überlassen werden, werden nur noch mit 0,25 % des Listenpreises versteuert, sofern der Bruttolistenpreis nicht mehr als 60.000 Euro beträgt. Bei E-Auto- und Plug-in-Hybrid-Firmenwagen mit einem höheren Bruttolistenpreis beträgt die Versteuerung 0,5 % des Listenpreises. Bei Autos mit Verbrennungsmotoren liegt der zu versteuernde Anteil dagegen bei 1 %.

 

Ausblick 


Bei Plug-in-Hybridfahrzeugen werden Änderungen bei dem Ansatz der Pauschalversteuerung erwartet. Im Koalitionsvertrag wird darauf eingegangen, dass bei der Dienstwagenversteuerung die Halbierung der Bemessungsgrundlage für Plug-in-Hybridfahrzeuge ab dem kommenden Jahr an die Klimaschutzziele gekoppelt werden soll.

Diese sollen dann überwiegend (mind. 50 Prozent) im rein elektrischen Fahrmodus betrieben werden. Sollte der Nachweis hierzu nicht erbracht werden, so würde nach heutigem Kenntnisstand die Regelversteuerung von 1 Prozent greifen. Die entsprechenden Gesetze und Regelungen sind noch in der Abstimmung. Wir gehen davon aus, dass im zweiten Halbjahr 2022 konkrete neue Regelungen kommuniziert werden.