Mai 09 - Autosalon
Autoshow New York: Automessen im Aufwind?
Nachdem die vergangenen Autoshows in Los Angeles und Detroit ganz im Zeichen der Wirtschaftskrise gestanden haben, scheint ein Lichtschimmer am Firmament aufzukommen. Immerhin beklagte die New York Autoshow Mitte April kaum Einbrüche bei den Standmieten – im Gegenteil, die Hersteller präsentierten vor allem hoch motorisierte Limousinen und Geländewagen. Mit dabei waren auch Mercedes mit der AMG E-Klasse (525 PS) und BMW mit dem X6 M (555 PS). Die krisengeschüttelten Amerikaner führten unter anderem den neuen Grand Cherokee (Chrysler) und den Tahoe (Chevrolet) vor. Auch der Genfer Autosalon kam ohne große Absagen von Herstellern davon – bei der IAA im September sieht es dagegen noch düster aus. Der weitere Verlauf der Krise wird noch Auswirkungen in die eine oder andere Richtung bringen. Die deutschen Premiumhersteller bauen momentan hauptsächlich auf den asiatischen Markt: Die Automesse in Shanghai verlief vielversprechend und der Absatz deutscher Pkws im ersten Quartal stieg allein in China um vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. 74 Prozent beträgt derzeit der Anteil der Deutschen im hochpreisigen Segment Chinas. Unterdessen wird der Versuch, in Europa beliebte Kleinwagen auch auf dem amerikanischen Markt zu etablieren, weitergeführt: Nachdem bereits früher angekündigt wurde, verstärkt Polo, BMW 1er, Astra und Smart verkaufen zu wollen, soll demnächst auch der neue Ford Fiesta seinen Siegeszug in den Streets, Boulevards und Avenues antreten. Und vom elektrogetriebenen Minigefährt „Puma“ von GM erhoffen sich viele New Yorker mehr Beweglichkeit in der Rush Hour.


